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MD Tarifgemeinschaft: Verhandlungsauftakt

Entgelttarifrunde 2022 startet unter schwierigen Rahmenbedingungen

Die hohe Inflation belastet v. a. die unteren Einkommensstufen. (Bild: Karolina Grabowksa, depositphotos.com)

In der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin fand am 13. Juli das Auftaktgespräch mit der Arbeitgeber-Verhandlungskommission zur Entgelttarifrunde 2022 beim Medizinischen Dienst (MD Tarifgemeinschaft) statt. Wir stellten unsere Forderungen vor, ein Angebot gab es noch nicht.

Neue Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite sind Herr Hennicke, Vorstandsvorsitzender des MD Sachsen-Anhalt, und Herr Dr. Gronemeyer, Vorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund sowie der Tarifgemeinschaft der Medizinischen Dienste. Komplettiert wird die Verhandlungskommission durch Frau Geitner, Vorstandsvorsitzende MD Hessen, Herrn Herber, Vorstandsvorsitzender des MD Thüringen und Herrn Cohrs, Vorstandsvorsitzender des MD Niedersachsen. Außerdem dabei: Frau Henkel vom MD Bund.

ver.di wird von Melanie Schoberth (MD Bayern), Thorsten Schmalzbauer (MD Thüringen), Sven Würzberg (MD Nordrhein) und Rolf Behrens (ver.di Bundesverwaltung) vertreten.

Was wir fordern und erwarten

Unsere Forderungen für die Beschäftigten der MD Tarifgemeinschaft haben wir vorgestellt und ausführlich begründet:

  • Die Forderung nach einer sozialen Komponente haben wir hervorgehoben. Viele, insbesondere Kolleg*innen in den unteren und mittleren Gehaltsgruppen, arbeiten in Teilzeit und leiden sehr unter der hohen Inflation.
  • Auch die tarifliche Regelung und Anhebung der Kilometerpauschale wurden von uns angemahnt.

Leider waren Arbeitgeberseite noch nicht sprachfähig, sodass es keinerlei Angebot oder Rückmeldung gab. Immerhin wurden drei Verhandlungstermine vereinbart. Die Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie, den Ukrainekrieg und die damit verbundene Energiekrise sowie die geplante Unterfinanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung lassen eine schwierige Tarifrunde befürchten.

Was jetzt schon klar ist

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Die Tarifinfo findet ihr hier als PDF, gerne zum Weiterverteilen in eurer Dienststelle:

MD Tarifgemeinschaft | Auftakt der Tarifverhandlungen (13.07.2022)

100 % Tarif: Sozial. Fair. Sicher. – Jetzt seid ihr dran!

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MD Tarifgemeinschaft: Forderungen beschlossen

Wir sind startklar für die Tarifrunde zur Entgelterhöhung 2022!

Vielen Dank für eure Beteiligung an der Mitgliederbefragung! (Bild: luismolinero, depositphotos.com)

Nach Auswertung der Mitgliederbefragung und intensiver Diskussion hat die ver.di-Tarifkommission die Forderungen für die Tarifrunde 2022 beim Medizinischen Dienst (MD Tarifgemeinschaft) beschlossen.

Grundlage für die Forderungen sind die angegebenen Werte sowie die ergänzenden Anforderungen in der Befragung zu den Themen Inflationsausgleich und die Betroffenheit der unteren Vergütungsgruppen, v. a. Service- und Pflegekräfte.

Das sind unsere Forderungen

  • Erhöhung der Vergütungen um 7,5 Prozent mit einer sozialen Komponente bis einschließlich zur Vergütungsgruppe 7
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro
  • Verlängerung der Altersteilzeit und Ausdehnung auf alle Vergütungsgruppen
  • drei zusätzliche freie Tage nur für ver.di-Mitglieder (Vorteilsregelung)
  • Anhebung der km-Pauschale auf mindestens 0,60 Euro je km

Was heißt „soziale Komponente“?

Da sich die hohe Inflation vor allem in den unteren Vergütungsgruppen belastend auswirkt, ist die soziale Komponente für uns wichtig. Das heißt, dass in unserer Forderung bis einschließlich Vergütungsgruppe 7 ein höheres Ergebnis stehen muss.

Dazu Beispiele mit einfachen Zahlen:

Gibt es eine Erhöhung von sieben Prozent, so würde diese für die Vergütungsgruppen 8 bis 16 berechnet; für die VG 7 würden z. B. dann 8,5 Prozent fällig, für die VG 6 neun Prozent.

Eine andere Möglichkeit wären Mindestbeträge. An diesem Beispiel bei sieben Prozent für die Vergütungsgruppen 8 Stufe 1 bedeutet dies eine Erhöhung um 282,87 Euro. Die soziale Komponente für die VG 7 müsste dann mindestens 350 Euro betragen.

Ausbildungsvergütungen

Die Forderung von 150 Euro Anhebung entspricht lediglich einer Anpassung auf das Vergütungsniveau der gesetzlichen Krankenkassen und berücksichtigt auch hier die Inflation.

ver.di-Vorteilsregelung

Das Ergebnis der Befragung ist hierzu sehr eindeutig: Knapp 80 Prozent haben sich für eine Vorteilsregelung ausgesprochen.

Anhebung der km-Pauschale

Nachdem es bisher trotz mehrfacher Zusagen nicht zu entsprechenden Dienstvereinbarungen gekommen ist, halten wir die tarifliche Regelung für dringend erforderlich.

Weitere Anforderungen aus der Befragung

Da es sich um eine reine Entgeltrunde handelt, wurden hierzu die oben genannten Forderungen beschlossen. Auf alle weiteren Themen, die sich aus der Befragung der Mitglieder ergeben, werden wir in einer gesonderten Info eingehen.

Wir bedanken uns für die ausführlichen Rückmeldungen und die Beteiligung an der Befragung!

Einladung zum ver.di-Talk

Um die Tarifrunde und die Forderungen zu diskutieren und Fragen zu beantworten, laden wir alle Beschäftigten zum ersten ver.di-Talk auf WebEx am Mittwoch, den 29. Juni, von 17 bis 18 Uhr ein. Der Link dazu wird gesondert verschickt. Nutzt die Möglichkeit und bringt euch ein!

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Die Tarifinfo findet ihr hier als PDF, gerne zum Weiterverteilen in eurer Dienststelle:

MD Tarifgemeinschaft | Forderungen beschlossen (10.06.2022)

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MD Tarifgemeinschaft: Keine tarifliche Regelung

Entschädigung für Benzinkosten sollen Personalräte der MD vor Ort verhandeln

Sprit ist aktuell extrem teuer. Wir setzen uns für eine pragmatische Lösung ein! (Bild: Peter Fazekas, pexels.com)

Nachdem die Benzinkosten stark gestiegen sind, gab es in einigen Medizinischen Diensten der Kassen (MD) den Versuch, über den Personalrat vor Ort eine erhöhte Entschädigung für dienstlich genutzte private PKWs auszuhandeln.

Der Tarifvertrag erlaubt die Möglichkeit, eine sogenannte Reisekostenanhebung von den Personalräten verhandeln zu lassen. In einzelnen MD wird dies positiv aufgegriffen, andere haben den Vorstoß mit Verweis auf den Tarifvertrag abgelehnt. Deshalb hat ver.di schließlich den MD-Bund als Tarifgemeinschaft aufgefordert, den Tarifvertrag zur Entschädigung für dienstlich genutzte private PKWs zu verhandeln.

Antwort der MD Tarifgemeinschaft

Der MD-Bund lehnt Tarifverhandlungen zu einer Reisekostenanhebung ab und verweist auf die Möglichkeit, dies durch die Personalräte zu verhandeln, um eine kurzfristige und pragmatische Lösung zu erreichen. Damit ist klar: Auch in den MD, die eine Lösung mit den Personalräten verweigern, ist nun unter Bezug auf das Statement der Tarifgemeinschaft die Verhandlung vor Ort aufzunehmen.

Natürlich gehen wir davon aus, dass auch die Ansage einer kurzfristigen und pragmatischen Lösung Anklang findet. Wir unterstützen die Personalräte aktiv, um hier zu einer Lösung im Sinne der Beschäftigten zu kommen.

Nächste Forderungsdiskussion für die MD

Im Mai beginnt die Diskussion zur Tarifrunde für die Vergütungserhöhungen. Dazu werden wir gesondert informieren!

Deshalb: Falls ihr es noch nicht seid, jetzt ver.di-Mitglied werden! Nur mit vielen Mitgliedern sind gute Tarifabschlüsse möglich!

Die Tarifinfo findet ihr hier als PDF, gerne zum Weiterverteilen in eurer Dienststelle:

MD Tarifgemeinschaft | Keine tarifliche Regelung zur Reisekostenanhebung (13.04.2022)

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